Stefano Cagol
Evoke Provoke (the border)

16, 23, 24 & 30/05/12

Transparenz und Bewegung: Der Bau des Museion gewinnt seine skulpturale und körperhafte Wirkung aus dem Kontrast zwischen der Metallhaut und den trichterförmigen, gläsernen Eingangsfassaden.
Bei Einbruch der Dunkelheit werden die beweglichen Glaslamellen zu „Bildschirmen“, die von Projektoren bespielt werden.

Auf diesen Projektionsflächen wird im Ausstellungsjahr 2012 von Mai bis September zeitgenössische Kunst in einer ungewöhnlichen Form und Dimension präsentiert. Diese Projektionen werden immer um 22 Uhr an den Mittwochabenden gezeigt. Die Erstaufführungen ergänzt ein Gespräch mit den Autorinnen und Autoren der jeweils präsentierten Videoarbeiten.

Stefano Cagol eröffnete die Projektionsreihe mit dem Video Evoke Provoke (the border), das Teil des für die 54. Biennale in Venedig entwickelten Projekts Concilio ist und an die technischen Gegebenheiten der Medienfassade angepasst wurde. Eis und Schnee stehen hier im Kontrast zu Elementen wie Luft, Feuer, Wasser und Licht. Diese Arbeit entstand in der jenseits des Polarkreises gelegenen norwegischen Stadt Kirkenes. Den Licht-Hintergrund bildet die arktische Dämmerung. Im Mittelpunkt der Projektion steht der Versuch, Eis und Schnee mit einer von einer Spraydose produzierten Flamme schmelzen zu lassen – eine Aktion, die, als Machtdemonstration und Grenzüberschreitung, an die Riten jugendlicher Subkulturen in Großstädten erinnert.

Kuratiert von Frida Carazzato