Soleil politique
Das Museum zwischen Licht und Schatten

27/09/14 – 11/01/2015

Kuratiert von Pierre Bal-Blanc.

Wer neue Blickwinkel sucht, um „anders” zu sehen, muss seinen Standpunkt ändern. Der Direktor des Contemporary Art Center in Bretigny, Pierre Bal-Blanc, scheint das als Gastkurator des Jahres 2014 im Museion wörtlich zu nehmen: Mit seiner Ausstellung Soleil Politique stellt er das Museum „auf den Kopf“.

Bal Blanc hinterfragt die Geschichte der Institution Museum und deren Aufgaben im städtischen Raum. An diesem „Nachdenken” beteiligen sich mehr als 40 Künstlerinnen und Künstler, die als Architekten, Regisseure, Performer, Musiker und Komponisten in getrennten Arbeitsbereichen tätig sind. Die Suche nach neuen Blickwinkeln beginnt mit einer kleinen Revolution, die das Raumangebot des Museion und deren Hierarchie betrifft.

Die Ausstellung besetzt die Passage im Erdgeschoss, in der normalerweise – bei freiem Eintritt – Veranstaltungen stattfinden. Und die Passage? Die zieht in den vierten Stock um und wird damit zu einer einmaligen Aussichtsplattform mit unverstelltem Blick auf Bozen und die Dolomiten. Vom Belvedere in der Beletage bis zum städtischen Raum: Der von Bal Blanc entwickelte Parcours setzt sich in Bozen in Gassen und Straßen und auf Plätzen und Brücken fort. Ein zu dieser Ausstellung angefertigter Stadtplan lädt dann auch zu einem Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt ein, vom Turm des Stadtmuseums bis zum Siegesdenkmal, vom Semirurali-Viertel bis zur Dominikanerkirche. Teil der Ausstellung ist – neben einem umfangreichen Video- und Performanceprogramm – auch eine Konzertpremiere mit Mathieu Saladin (in Zusammenarbeit mit dem Festival Zeitgenössischer Musik Bozen) und eine Veranstaltung im Filmclub.

Künstler: Mathieu Kleyebe Abonnenc, Silvano Agosti, Marie Cool Fabio Balducci, Josef Dabernig, Alberto Garutti, Marcus Geiger, Isa Genzken, Prinz Gholam, Dan Graham, Mauricio Guillén, Sanja Iveković, Benoît Maire, Marcello Maloberti, Rä di Martino, Mattin, Isidoro Valcárcel Medina, Marta Minujín, Deimantas Narkevičius, Rainer Oldendorf, Roman Ondák, Christodoulos Panayiotou, Emilie Parendeau, Gianni Pettena, Pratchaya Phinthong, Emilio Prini, Lili Reynaud-Dewar, R&Sie(n) François Roche – Stéphanie Lavaux – Jean Navarro, Bernhard Rüdiger, Matthieu Saladin, Santiago Sierra, Terre Thaemlitz, Slaven Tolj, Ron Tran, Annie Vigier et Franck Apertet, Marie Voignier, Clemens von Wedemeyer, Lois Weinberger, Lawrence Weiner

Mit Werken von
Raimund Abraham, Robert Breer, KP Brehmer, Marcel Broodthaers, CAPC musée d’art contemporain de Bordeaux – Philippe Thomas, Achille Castiglioni, Giorgio de Chirico, Felix Gonzalez-Torres, Pier Paolo Pasolini

 

Bild: Marta Minujín, El obelisco acostado, 1978, 1st Latin American Biennial of São Paulo, Courtesy of the artist

 

Soleil Politique nimmt am Programm “PIANO – Piattaforma franco-italiana di scambi artistici” teil.

Projektträger: d.c.a mit dem Institut français Italien; Ambassade de France en Italie.
Förderer: Institut Français – Ministère de la Culture et de la Communication / Ministère des Affaires étrangères – Fondation Nuovi Mecenati

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