Martin Kippenberger
Maria Lassnig
BODY CHECK

Opening: Freitag, 2. Februar 2018, 19 Uhr


Die Ausstellung wirft einen ganz neuen Blick auf das Werk von Maria Lassnig (1919, Krasta, AT – 2014, Wien) und Martin Kippenberger (1953, Dortmund, D – 1997, Wien, AT) und legt damit bislang unentdeckte Verbindungslinien zwischen diesen beiden Künstlerpersönlichkeiten frei.

Lassnig und Kippenberger begegneten sich nicht und gehörten unterschiedlichen Generationen an, auch wenn beide in einer Periode der malerischen Abstraktion entschieden und konstant die künstlerische Arbeit mit dem Körper ins Zentrum ihres Werks rückten. Der eigene Körper wird zum Ausdruck einer schmerzvollen Welt- und Selbsterfahrung, der fragmentierte und dekonstruierte Körper zur Metapher für soziale und psychologische Konflikte. Das theatralische und performative Element führt tragisch und ironisch zum Abrutschen in die Rollen der Anderen. In der Ausstellung bringen mehr als 60 Arbeiten aus zwei Jahrzehnten – von den 1990er Jahren bis zur Jahrtausendwende entstandene Gemälde, Zeichnungen, Videos und Installationen – die Schnittstellen zwischen den beiden Oeuvres zum Vorschein. Manche Arbeiten wurden selten gezeigt, andere werden zum ersten Mal in Italien ausgestellt.

Neben Berührungspunkten und Gemeinsamkeiten zeigt der Parcours zwei unterschiedliche Zugänge zum Thema: obsessiver, introvertierter und feministisch geprägt bei Maria Lassnig, grotesker und humorvoller bei Martin Kippenberger. Schlussendlich lässt die Ausstellung einen Kontext entstehen, in dem die besondere Aufmerksamkeit für den Körper, seine Art der Darstellung und seine Psychologie sichtbar wird.

Kuratiert von Veit Loers

 

Foto: Martin Kippenberger, Untitled (from the series The Raft of Medusa), 1996.© Estate of Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne