Ludwig Hirschfeld-Mack

Ludwig Hirschfeld-Mack

Ludwig Hirschfeld-Mack

Ludwig Hirschfeld-Mack

Kuratiert von Andreas Hapkemeyer


Zum 100-jährigen Gründungsjubiläum des Bauhauses – Schule für Architektur, Kunst und Design in Deutschland – präsentiert das Museion den Lichtspiel-Apparat von Ludwig Hirschfeld-Mack (1893–1965). Das Werk wurde in den Jahren 1923–24 vom Künstler entwickelt und zählt zu den ersten überhaupt, die mit bewegtem elektrischem Licht arbeiteten und Lichtspiele erzeugten, die zwischen Malerei, Film, Schauspiel und Lichtskulptur angesiedelt sind. In diesem Sinne steht der Apparat von Hirschfeld-Mack am Beginn der „Licht-Werke“, die in der Kunst des 20. Jahrhunderts weite Verbreitung fanden und einen wichtigen Kernbestand der Museumssammlungen bilden. Der im Museion präsentierte Lichtspiel-Apparat ist ein autorisierter Nachbau – das Original ging in den Wirren der 1930er Jahre verloren. Die Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Enkel des Künstlers und umfasst neben einer reichhaltigen Materialsammlung auch Fotografien, Bauanleitungen, Archivdokumente sowie historische und neuere Filmaufnahmen von Lichtspielen, die mit dem Apparat realisiert wurden. Der Lichtspiel-Apparat von Hirschfeld-Mack wird Künstler_innen aus Südtirol zu neuen Arbeiten im Rahmen eines Wettbewerbs anregen, zu dem Festival Transart, Südtiroler Künstlerbund und Museion einladen.

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Ludwig Hirschfeld-Mack, Farbenlichtspiele, reconstruction 2000. A film by Corinne Schweizer, Peter Böhm (videostill).