Das Gebäude

Am 24. Mai 2008 wurde der neu erbaute Sitz des Museums eröffnet nach dem Projekt des Berliner Architekturbüros KSV – Krüger, Schuberth, Vandreike.

Das neue Museum ist ein kommunizierendes Museum. Es verbindet die Flexibilität und Offenheit einer Werkstätte mit den Qualitäten einer klassischen Galerie und Ausstellung. Das Gebäude ist ein 54 m langer Kubus mit einer Höhe und Breite von 25 bzw. 23 m.

Die transparenten Stirnseiten sind Schaufenster und Projektionsflächen zur Stadt und in die Landschaft. Das neue Museum fungiert so als Transformer für die Erwartungen der Besucher. Die Treppenkaskade verbindet alle „Ebenen der Kunst“ im unmittelbaren und im übertragenen Sinn. Sie beginnt am Foyer des Erdgeschosses und endet in der obersten Ebene mit einem Ausblick auf Stadt und Landschaft.

Die Innenräume sind durch fließende Übergänge und Öffnungen gekennzeichnet: Die verschiedenen „Kunst-Ebenen“ – Räume und. Zonen für Ausstellungen und Veranstaltungen, Vermittlungsaktivitäten, Cafeteria und  Shop – sind nicht streng voneinander getrennt. Die Idee vom Museion als Kunstwerkstatt wird im nahen Atelier-Haus umgesetzt, das Künstlern während ihres Aufenthalts für ihre Arbeit zur Verfügung steht. Wesentlicher Bestandteil des Bauwerks ist die Brücke über die Talfer auf der Südseite des Museion.

Die Brücke ist eine Raumskulptur bestehend aus zwei miteinander korrespondierenden schwingenden Kurven. Rad und Fußweg werden getrennt geführt. Durch ihre Materialität – Metall und Glas – setzt die Brücke das Thema des Museumsgebäudes fort. Im Gegensatz zum städtischen Kubus des Museums signalisieren die schwingenden Formen aber einen anderen spielerischen Umgang mit Geometrien in der Landschaft.

Passage

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Museion Passage ist der Raum im Parterre des Museums, der für Museions eigenes Eventprogramm sowie auch für Events und Festivals in Zusammenarbeit mit anderen Istitutionen genutzt wird. Zusätzlich können diese Räumlichkeiten während der Öffnungszeiten und Mittwoch abends bis um 23.00 Uhr für private Zwecke gemietet werden bzw. stehen, dank der Unterstützung der Stadt Bozen, für gemeinnützige Kulturvereine kostenlos zur Verfügung (mit Ausnahme der Kosten für den obligatorisch anwesenden Techniker).

Der Raum wurde von Designer Martino Gamper (Meran, 1971) gestaltet und mit eigens entworfenen Sitzbänken aus Lärchenholz und bunten Stühlen aus Sperrholz ausgestattet. Die Passage soll nicht nur Events beherbergen, sondern Besuchern des Museion und allen Bürgern der Stadt als Treffpunkt und Aufenthaltsort dienen. Gampers Konzept und Vision: Museion Passage soll und kann wie ein öffentlicher Platz innerhalb des Museums von allen genutzt werden.

Info

Vademecum Museion Passage
Nutzungsvertrag Museion Passage

Öffnungszeiten

Dienstag – Sonntag: 10 – 18 Uhr
Donnerstag: 10 – 22 Uhr
Freier Eintritt

2. & 3. Stock

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Der zweite und dritte Stock zeigen generell die Werke der Sammlung Museion, welche in regelmäßigen Themenausstellungen zusammengefasst werden. Gelegentlich finden hier auch andere Ausstellungen statt, die thematisch an die Sammlung Museion oder an das Museion als Institution anknüpfen. Der zweite Stock ist zudem der Ort, an dem die Studiensammlung und die Kunstbuchsammlung aufbewahrt werden.

4. Stock

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Im vierten Stock finden die Einzel- oder Sammel-Ausstellungen internationaler zeitgenössischer Künstler statt. Auch die jährliche Ausstellung des Gast-Kurators/Kuratorin werden in diesen Räumlichkeiten präsentiert. In seltenen Ausnahmen ist dieser Stock auch für private Veranstaltungen zu mieten.

Atelierhaus

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Aufenthaltsort, aber auch Werkstatt und Atelier für Künstler/Innen und Kuratoren/Innen. Das ist das Atelierhaus, das auf der Grundlage eines Einrichtungsprojekts des Designers Harry Thaler (1975, Meran, lebt und arbeitet in London) neu gestaltet wurde.
Das Projekt für das Atelierhaus wurde vom Verein Museion initiiert und konnte dank dessen großzügiger Förderung realisiert werden. Das Atelierhaus, der „Kubus“ neben dem Museion, wurde vom Architekturbüro KSV in Berlin als Teil des Museumskomplexes entworfen.

Mit diesem neuen Projekt soll die ursprüngliche Funktion des Atelierhauses herausgestellt werden: die Nutzung als Aufenthaltsort und gleichzeitig als Werkstatt und Atelier für Künstler und Kuratoren des Museums. Die von Thaler entworfene Einrichtung für das Atelierhaus besteht komplett aus Einzelstücken, die von der Firma Barth in Brixen hergestellt wurden.

Cubo Garutti

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In diesem kleinen Raum werden Werke aus dem Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Bozen ausgestellt, damit die Bewohner innen und Bewohner dieses Stadtteils die Arbeiten vor ihrer Haustüre betrachten können. Dieser Raum, der von der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol, Abteilung Italienische Kultur in Auftrag gegeben wurde, ist all jenen gewidmet, die hier vorbeikommen und interessiert stehen bleiben- und sei es auch nur für einen kurzen Augenblick.

Alberto Garutti

Das Kleine Museion Cubo Garutti wurde 2003 von Alberto Garutti entwickelt. Es handelt sich hierbei um eine „Außenstelle” des Museion im Bozner Stadtviertel Don Bosco. 
In diesem Ausstellungsraum wird nicht nur Kunst aus der Sammlung Museion gezeigt – der Cubo Garutti steht auch im Mittelpunkt interaktiver Kunstprojekte mit den Bewohnern dieses Stadtteils.

Der Cubo Garutti befindet sich in der Sassari Str. 17b – Bozen


Projekte im Cubo Garutti

2005 – Projekt von Jota Castro
2006 – Projekt von Claire Fontaine
2007 – Projekt von Netzhalde
2008 – Projekt von Rossella Biscotti
2009 – Projekt “Große Tombola im Don Bosco“, von Daniele Ansidei und Alessandro Sambini, kuratiert von Denis Isaia
2010 – Projekt von Marina Fulgeri
2011 – Projekt  2+Cubo

Medienfassade

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Transparenz und Bewegung: Das Gebäude des Museion gewinnt seine skulpturale und körperhafte Wirkung aus dem Kontrast zwischen der geschlossenen Metallhaut an den Längsseiten und den trichterförmigen gläsernen Eingangsfassaden.
Bei Einbruch der Dunkelheit bilden die beweglichen Glaslamellen eine zentral gesteuerte Projektionsfläche. Aus den Ausstellungsräumen des Gebäudes heraus verwandeln 36 Videoprojektoren die Glasfassaden auf beiden Seiten des Museion in große Bildschirme, oder in ein fünftes, innovativen Formaten zeitgenössischer Kunst vorbehaltenes, „vertikales“ Stockwerk.
Die Medienfassade bildet also eine „transparente Haut“, die den urbanen Raum von den Innenräumen des Museion trennt und gleichzeitig verbindet. Auf diesem „Zwischenraum“ werden – eigens für diese Projektionsfläche entwickelte – Videos, Fotografien und Animationen gezeigt. Die beiden Fassaden können, abhängig von den jeweiligen Künstlerprojekten, zeitgleich oder auch alternierend bespielt werden.
Dabei unterstützt eine unter den steinernen Sitzbänken installierte Lautsprecheranlage die Fassadenbilder in Richtung Innenstadt und Talferwiesen – Kunst strahlt nicht nur aus den Museumsräumen in die Gassen und Straßen der Stadt hinein, sondern hat auch ihren eigenen Sound. Kunst im öffentlichen Raum, eine überdimensionale und durch Stahlverstrebungen aufgeteilte Bildfläche, eine komplexe und innovative Technologie: Die Fassadenprojektionen stellen jeden Künstler vor eine enorme Herausforderung.

Underground

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Museion Underground ist der ideale Raum für private und geschäftliche Veranstaltungen wie Vorträge, Konferenzen, Videoprojektionen usw. Der Projection Room wird außerdem regelmäßig für Projektionen von Videokunst genutzt, während der Multifkunktionsraum für Performances in geschlossenen Räumen gedacht ist.

Bibliothek

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Der Bestand der Bibliothek des Museion beläuft sich auf ungefähr 25.000 Bände, 50 Abonnements von Kunstzeitschriften sowie mehr als 400 DVDs, vor allem zu moderner und zeitgenössischer Kunst.
Infolge eines Abkommens zwischen der Stiftung Museion und der Freien Universität Bozen steht der Bestand seit dem Januar 2011 als eigene Abteilung in der Universitätsbibliothek.

Das Ergebnis ist ein hochqualifiziertes Zentrum zur Aufbewahrung und Dokumentation der Bildenden Kunst: Künstlermonografien, Ausstellungskataloge sowie Schriften zur Kunsttheorie, die das Museum im Laufe seiner mehr als zwanzigjährigen Geschichte gesammelt hat, sind nun neben den Buchbeständen der Fakultät für Design und Künste für alle zugänglich und einsehbar.

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Shop

DSC6439-e1464105217938Die erste Fachbücherei für zeitgenössische Kunst und Kultur in Bozen. Neben den Abteilungen Kunst, Kultur, Architektur, Design, Fotografie und Medien finden Sie ein ergiebiges Sortiment an Kinderbüchern, Büchern über Essen, Trinken, Reisen, Garten- und Lebenskunst sowie einen eigenen Bereich zum Thema Kunstschaffen in Südtirol.

Eigenproduktionen des Museion, wie Ausstellungskataloge, Postkarten und Künstler-Editionen, sind ebenfalls im Books & Things erhältlich und können auf Anfrage landesweit und international versandt werden. Nicht zu versäumen sind die regelmäßigen Sonderangebote und -rabatte in allen Bereichen, darunter vor allem der Walther-König-Büchermarkt.

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Cafè Museion

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Das Cafè Museion ist ein gemütlicher Ort zum Rasten und Verweilen. Dieser lichtdurchflutete Raum ist mit der Museion Passage verbunden – der gratis zugänglichen „Piazza“ des Museums.

Am späten Nachmittag wird das Cafè zu einem beliebten Treffpunkt – hier trinkt man gerne einen Aperitif und genießt dabei den romantischen Sonnenuntergang über den beiden Talferbrücken.

Geführt von einem jungen Team ist das Cafè Museion ein ideales Ambiente für einen Imbiss, eine Tasse Kaffee, ein Glas guten Weins oder ein liebevoll zubereitetes Mittagessen. Toasts und Snacks werden hier immer angeboten. Das Cafè bietet einen Catering-Dienst an und kann für private Feste gemietet werden. Preisnachlass für Schüler und Studenten: 10%.

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Vermietungen

Sie wollen Ihren Freunden, Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitern etwas Einzigartiges bieten? Egal ob Dinner, Produktpräsentation oder eine private Feier, ein Abend im Museion ist immer etwas Besonderes und bleibt in Erinnerung.

Ihr Abend könnte beispielsweise so aussehen: Unter freiem Himmel, mit Blick auf die beleuchteten Museion-Brücken, begrüßen Sie Ihre Gäste.
Anschließend tauchen Sie mit einer Highlight-Führung in die Welt moderner & zeitgenössischer Kunst ein.

Das exklusive Dinner wird garantiert ein Fest für alle Sinne. Egal ob Sie den Abend ruhig mit klassischer Musik ausklingen oder Ihre Gäste lieber rocken lassen, mit dem passenden Abschiedsgeschenk aus dem Museumsshop vergisst diesen Abend garantiert keiner. Wir freuen uns auf Ihre Ideen und arbeiten gerne ein maßgeschneidertes Angebot für Sie aus!

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