Bird Flight. Erika Giovanna Klien im Dialog mit zeitgenössischen Positionen

Illustrazione di Isabella Fabris

Bird Flight. Erika Giovanna Klien im Dialog mit zeitgenössischen Positionen

Ausstellungsdauer 9. April – 7. September 2022
Eröffnung 8. April 2022, 18:30. Eintritt erlaubt mit Super Green Pass (3G)
Medienpreview 7. April 2022, 11:00

 

Künstler/innen: Erika Giovanna Klien im Dialog mit Mark Adrian, Alberto Biasi, Dadamaino, Fortunato Depero, Spencer Finch, Ceal Floyer, Ludwig Hirschfeld-Mack, Elisabeth Karlinsky, Liliana Moro, Max Oppenheimer, Otto Piene, Eva Schlegel, Benjamin Tomasi, Günther Uecker.

 

Der Titel Bird Flight (Vogelflug) stammt aus einer Werkreihe der österreichischen Künstlerin Erika Giovanna Klien (1900-1957). In diesen Gemälden wird der Flug der Vögel durch die Bewegung und das Licht dargestellt, die in der Arbeit der Künstlerin als Themenschwerpunkte eine zentrale Position einnehmen. Klien wurde von der Kunstgeschichte wie viele andere Künstlerinnen aus dem 20. Jahrhundert kaum beachtet und kann damit der von Lea Vergine in den 1980er Jahren beschriebenen anderen Hälfte der Avantgarde zugeordnet werden. Heute gilt sie eine der interessantesten Vertreterinnen des von Franz Čižek nach dem Ersten Weltkrieg an der Kunstgewerbeschule gegründeten Wiener Kinetismus.

Der ursprüngliche Kinetismus entwickelt sich im Umfeld einer Kunsterziehung, die sich das Ziel gesetzt hat, die individuelle Energie junger Menschen von den Verkrustungen der Tradition zu befreien. Es handelt sich dabei um eine humanistische Avantgarde, die Dynamismus mit sensorischer und psychischer Bewegung verbindet und auf den aggressiven Mythos von Geschwindigkeit und Bewegung, der zeitgleich vom Futurismus verkörpert wird, verzichtet.

„Das Wort Avantgarde stammt direkt aus einer militärischen und kriegerischen Sprache – unterstreicht Bart van der Heide – und definiert die permanente Notwendigkeit des Wandels und der radikalen Erneuerung, die den Modernismus kennzeichnet. Allerdings muss dieser Wandel nicht immer und nicht notwendigerweise gewaltsam erfolgen. Das Denken von Erika Giovanna Klien und der Kinetisten ebnet den Weg für ein alternatives Konzept von Veränderung, das nicht auf Kosten anderer umgesetzt wird. Die Kinetisten sind damit auf ihre eigene Art radikal und vertreten die Ansicht, dass der Wandel von Innen kommt und sich auf die fundamentale Wirkung menschlicher Erfahrung stützt.“

Die mit dem Thema des Fliegens verknüpften Utopien verschmelzen in der Ausstellung mit der Bewegung und dem Licht und damit mit zwei Pfeilern der modernen und zeitgenössischen Kunst, die beide im Zentrum der visionären Kunst von Erika Giovanna Klien stehen. Bird Flight – kuratiert von Bart van der Heide, Andreas Hapkemeyer und Brita Köhler mit der Ausstellungsgestaltung von Matilde Cassani -beschränkt sich allerdings nicht auf die Präsentation ihres Oeuvres, sondern stellt Werke der österreichischen Künstlerin in einen Dialog mit einigen Arbeiten aus Licht und kinetischer Kunst aus der Sammlung Museion. Darunter befinden sich auch vier Exponate aus Kliens früher Schaffenszeit.  Indem ihre Aktualität und ihr Einfluss auf spätere Generationen aufgezeigt werden, will die Ausstellung ihren persönlichen Beitrag zur Avantgarde sichtbar machen.

Neben Leihgaben aus den Sammlungen des Belvedere in Wien, der Universität für angewandte Kunst, des Wien Museums und des Museums Eccel Kreuzer in Bozen zeigt Bird Flight Arbeiten von Max Oppenheimer, Ludwig Hirschfeld-Mack, Elisabeth Karlinsky und Fortunato Depero aus den 1920er Jahren, Arbeiten von Dadamaino, Mark Adrian, Otto Piene, Günther Uecker und Alberto Biasi aus den 1960er Jahren und Werke von Eva Schlegel, Spencer Finch, Ceal Floyer, Benjamin Tomasi e Liliana Moro, die nach dem Ende der 1990er Jahre entstanden sind.

 

Bird Flight. Erika Giovanna Klien im Dialog mit zeitgenössischen Positionen
Kuratiert von Bart van der Heide, Andreas Hapkemeyer und Brita Köhler
Ausstellungsprojekt kuratiert von Matilde Cassani

Künstler/innen: Erika Giovanna Klien im Dialog mit Mark Adrian, Alberto Biasi, Dadamaino, Fortunato Depero, Spencer Finch, Ceal Floyer, Ludwig Hirschfeld-Mack, Elisabeth Karlinsky, Liliana Moro, Max Oppenheimer, Otto Piene, Eva Schlegel, Benjamin Tomasi, Günther Uecker.

Mit einem Beitrag des Österreichischen Kulturforums, Mailand

 

 

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