Tanja Pichler ist neue Präsidentin der Stiftung Museion

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Tanja Pichler, neue Präsidentin der Stiftung Museion, porträtiert in der Ausstellung Eduard Habicher. Memory in Motion, Museion Passage, 2026. Foto: Riccardo Monti di Sopra, Museion.
10.03.2026

Mit der Wahl von Tanja Pichler zur Präsidentin der Stiftung Museion beginnt ein neues Kapitel in der Entwicklung des Museums für moderne und zeitgenössische Kunst in Bozen. Pichler bringt langjährige unternehmerische Erfahrung, internationale Perspektiven sowie ein tiefes persönliches Engagement für Kunst und Kultur in ihre neue Rolle ein.

Tanja Pichler wurde in Bozen geboren und ist in einer Unternehmerfamilie aufgewachsen. Sie studierte Wirtschaftsingenieurwesen für Bauwesen an der TU Graz und arbeitete bereits während ihres Studiums im elterlichen Unternehmen. Im Laufe von mehr als zwei Jahrzehnten übernahm sie dort verschiedene Aufgaben. Zunächst war sie im technischen Büro tätig, später in der Projektleitung, im Vertrieb sowie in der Kommunikation und in der nachhaltigen Unternehmensentwicklung auf Geschäftsleitungs – und Verwaltungsratsebene in diversen Gesellschaften der Familienholding im In – und Ausland.

Die Unternehmensgruppe ist vor allem in der Baubranche tätig und realisiert architektonisch anspruchsvolle Stahlkonstruktionen und Fassaden für Großprojekte in Europa und weltweit. Darüber hinaus entwickelt und baut sie seit rund zehn Jahren schlüsselfertige Gewerbeimmobilien, die zur Vermietung oder zum Verkauf angeboten werden. Die Familienholding besitzt und betreibt außerdem das Messehotel Sheraton in Bozen. Durch ihre Tätigkeit war Pichler viele Jahre im gesamten italienischen sowie im DACH Raum aktiv und lebte zeitweise auch in der Schweiz.

Heute lebt sie mit ihrem Mann und den gemeinsamen vier Kindern im Bozner Stadtteil Gries. Nach ihrem Ausscheiden aus dem Familienunternehmen gründete sie 2024 das Einzelunternehmen together und arbeitet seither freiberuflich als Unternehmerin, Mentorin und Verwaltungsrätin für verschiedene Unternehmen und Institutionen.

Design, Architektur, Kunst und Kultur begleiten Tanja Pichler seit ihrer Kindheit und sind über die Jahre zu einer zentralen persönlichen Leidenschaft geworden. Für sie liegt in der zeitgenössischen Kunst eine besondere Inspirationskraft.

Ich glaube fest an die visionäre Kraft der Kunst. Gerade die zeitgenössische Kunst eröffnet Perspektiven auf Dinge, die es vielleicht noch gar nicht gibt. Genau dort beginnt Innovation“, so Tanja Pichler.

Diese Überzeugung prägte auch ihr wachsendes Engagement im Kulturbereich. Über viele Jahre hinweg baute sie ein Netzwerk im kulturellen Umfeld auf und begann, sich zunehmend auch ehrenamtlich für kulturelle Initiativen einzusetzen. 2022 wurde sie auf Wunsch von Peter Paul Kainrath Präsidentin des Festivals Transart, das sie seitdem mitgestaltet. 2024 trat sie zudem dem Vorstand der Vereinigten Bühnen Bozen bei, wo sie gemeinsam mit Intendant Rudolf Frey am Community Projekt PLUS arbeitet. Für Pichler sind Künstleri*innen Stimmen unserer Zeit. Ihre Arbeit versteht sie als Beitrag zu gesellschaftlichem Dialog und als Impuls für neue Perspektiven.

Künstler*innen sind für mich wichtige Aktivist*innen unserer Gesellschaft. Sie zeigen auf, was Menschen bewegt, und eröffnen neue Denk und Handlungsräume.

Mit ihrem Engagement möchte sie dazu beitragen, kulturelle Institutionen zu stärken und zu vernetzen und auch Unternehmen sowie Privatpersonen für deren Förderung zu gewinnen. In ihrer neuen Rolle am Museion möchte Tanja Pichler auch die Rolle des Museums als offenen Ort der Begegnung und des Austauschs weiterentwickeln.

Ich wünsche mir, dass das Museion ein Ort der Begegnung ist, ein Manifest für ein weltoffenes Südtirol und ein Impulsgeber für die nachhaltige Entwicklung unserer Kulturlandschaft.

Mit ihrer Wahl zur Präsidentin übernimmt Tanja Pichler eine zentrale Rolle in der strategischen Weiterentwicklung des Museion und bringt dabei ihre Erfahrung an der Schnittstelle von nachhaltigem Unternehmertum, Innovation und Kultur ein.