Ein Blatt aus der Serie von 222 Bleistiftzeichnungen auf diversen Hotelbriefpapieren.
“Die titelgebende Arbeit »Buchhandlung Kalter König« bezieht sich auf Martin Kippenbergers posthum veröffentlichtes Buch »No Drawing No Cry«. Darin sind die Hotelbriefpapiere veröffentlicht, die zuvor in den beiden berühmten Bänden »Hotel-Hotel« und »Hotel-Hotel-Hotel« mit seinen darauf verewigten Zeichnungen versammelt worden waren und hier auf seine Anweisung hin von diesen Zeichnungen »bereinigt« wurden. Ein Buch voller weißer Seiten, auf denen nur die Briefköpfe und Logos der Hotels zu sehen sind, in denen Kippenberger übernachtet hatte. Sven Sachsalber nahm diese Seiten als Einladung, erneut darauf zu zeichnen und ließ zuungunsten des materiellen Wertes dieser wertvollen Ausgabe ein Tagebuch entstehen, in dem er eine systematische Entdeckungsübung und Selbstanalyse durchführte. Sachsalber hat in seinem Buch 222 Bleistiftzeichnungen angefertigt, in denen zeitgenössische Kultur, Folklore, Tier- und Menschenwelt auf alltägliche Stimmungen und Launen treffen.”
(Siehe: Auszug aus Ausstellungstext von Emanuele Guidi anlässlich der Ausstellung “Buchhandlung Kalter König. Sven Sachsalber” in der ar/ge kunst vom 22.02. – 13.04.2019)
1987 in Südtirol geboren, 2020 in Wien verstorben; lebte zwischen New York und Europa. Nach seinem Abschluss in Betriebswirtschaft in Bologna studierte er 2010 bis 2012 Skulptur bei Professor Richard Wentworth am Royal College of Art in London. 2014 erhielt er den Premio New York vom italienischen Kulturministerium und 2019 den Paul Flora Preis. Seine Werke sind Teil der Sammlung Museion, Bozen, der öffentlichen Sammlung der Autonomen Provinz Bozen - Südtirol, sowie zahlreicher privater Sammlungen in Europa und den USA.